Tibetzentrum Hüttenberg
   
 

26. Juni und 2. Juli 2010 – „Warmherzigkeit entwickeln“ und „Mantrarezitation“ – neue Seminare mit Geshe Tenzin Dhargye

Er betritt den Raum und sofort ist seine Präsenz spürbar. Geshe Tenzin Dhargye, Direktor des Tibetzentrums, nimmt sich neben seinen vielen Aufgaben im Management dieser neuen  Kärntner Bildungseinrichtung dennoch die Zeit, auch als Lehrer zu arbeiten – und mit Erfolg! „Verzichten Sie auf Neid und das Bedürfnis, über andere triumphieren zu wollen. Versuchen Sie stattdessen, ihnen Gutes zu tun!“ Mit diesen Worten des Dalai Lama*) führte Geshe Dhargye in das Thema des ersten Seminars ein. „Es gibt viele und einleuchtende Gründe, Mitgefühl und Verständnis für andere zu entwickeln. Man muss sie sich nur immer wieder vor Augen halten!“ erklärt er. Mit Hilfe von zunächst stabilisierender Meditation, in der man einfach seinen Atem beobachten kann, wird im nächsten Schritt ganz logisch und analytisch über diese Gründe nachgedacht. Diese Übung, regelmäßig angewandt, stärkt nach und nach die Ausgeglichenheit im eigenen Geist und führt zu immer mehr Verständnis für andere; und langfristig auf gesellschaftlicher Ebene zu mehr Frieden und Sicherheit.

Im Seminar „Meditationstherapie mit Mantrarezitation“ wird eine Einführung in diese uralte tibetische Tradition gegeben. Durch das oftmalige Rezitieren eines Mantras – einer meist kurzen formelhaften Wortfolge - werden im Gehirn bestimmte Strömungen erzeugt, die auf unsere Gedanken und Handlungen wirken. Diese Meditationsform ist ein geeignetes Mittel, um einen Zustand innerer Ruhe und Gelassenheit zu erreichen. Mantrarezitation kann nicht nur in schwierigen Situationen helfen, sondern auch bei der Heilung von Krankheiten unterstützend wirken.

*) aus dem „Buch der Menschlichkeit – eine neue Ethik für unsere Zeit“, Lübbe 2000.